Bald ist es soweit – unser TRIGEMA Luftschiff hebt zum ersten Mal ab. Wir haben viel über Luftschiffe recherchiert und mit dem Gründer und Geschäftsführer der zuständigen Firma air graphic und Piloten Herrn Smodis gesprochen, der unter anderem auch unser Luftschiff fliegt. Erfahren Sie hier alles über Luftschiffe allgemein, was Sie bisher noch nicht wussten und exklusive Informationen über unser TRIGEMA Luftschiff.

Allgemeines über Luftschiffe

 

Die Geschichte des Luftschiffes

Korrekterweise müssten wir von einem Heißluft Luftschiff sprechen; wir kürzen das im Folgenden mit HL-Luftschiff ab. HL-Luftschiffe wurden von der Technologie der Heißluftballone abgeleitet. Der Heißluftballon hat aber den Nachteil, dass er weder steuern kann, noch einen Motor besitzt. Das HL-Luftschiff hat hier einen entscheidenden Vorteil bei Flügen über Großveranstaltungen.
Die Geschichte der Luftschifffahrt geht bis ins 19. Jahrhundert zurück und HL-Luftschiffe sind bekanntlich die Pioniere des Luftverkehrs.

Von diesem Platz wird das Luftschiff gesteuert

Von diesem Platz wird das Luftschiff gesteuert

Grundsätzliches über HL-Luftschiffe

Ein HL-Luftschiff kann theoretisch so hoch fliegen, dass ein Mensch diesen Flug aufgrund enormer Kälte und Sauerstoffmangel nicht überleben würde. Praktisch liegt die Grenze bei 10.000 Fuß, was etwa 3.000 m entspricht. Höher dürfen HL-Luftschiffe aus Sicherheitsgründen nicht fliegen, weil der obere Luftraum für sie gesperrt ist. Für den oberen Luftraum sind beispielsweise Passagierflugzeuge zugelassen. Gesetzlich ist auch eine Minimumhöhe von 150 m über unbebautem Gebiet vorgeschrieben. Über einer Großstadt darf die Höhe von 600 m nicht unterschritten werden. Außerdem muss das HL-Luftschiff direkt und möglichst schnell aufsteigen. In einer Höhe von 150 – 600 m kann das HL-Luftschiff von uns Menschen gut gesehen werden, was natürlich dem gewünschten Werbeeffekt entgegenkommt. Gegen den Wind zu manövrieren und die Werbung möglichst sichtbar zu machen, ist durch den Propellerantrieb und das Seitenruder gewährleistet.
Bei der Frage, ob HL-Luftschiffe fliegen oder fahren, scheiden sich die Geister. Manche sprechen von fliegen, weil das HL-Luftschiff ein Motor hat, wieder andere sagen, ein HL-Luftschiff fährt. Worin sich alle einig sind, ist der Luftschiffgruß, der „Glück ab!“ lautet.


Wussten Sie schon,

dass ein HL-Luftschiff und ein Zeppelin nicht das Gleiche ist?
Zeppelin ist ein geschützter Begriff, aber das ist nicht der einzige Unterschied zwischen einem Zeppelin und einem HL-Luftschiff. Der größte Unterschied liegt in der Bauart. Ein Zeppelin enthält eine starre Innenkonstruktion, was bedeutet, dass dieser ständig aufgebaut sein muss. Im besten Fall natürlich in einem Hangar, in der er nicht beschädigt werden kann und geschützt ist.
Ein HL-Luftschiff hingegen besitzt keine starre Innenkonstruktion, wodurch die Hülle platzsparend in einem Transportsack aufbewahrt und in einem Spezial Luftschiff-Anhänger zu den jeweiligen Abflugorten transportiert werden kann.

dass ein HL-Luftschiff nicht jederzeit fliegen kann?
Ein Flug mit dem HL-Luftschiff ist von einigen Faktoren abhängig. Zum einen ist immer die Windstärke zu beachten, weil das HL-Luftschiff mit 900 kg im Vergleich zu seiner Größe sehr wenig wiegt und damit dem Wind eine große Angriffsfläche bietet. Außerdem kann der Flug aufgrund der Thermik nur früh morgens und kurz vor Sonnenuntergang fliegen. Erst in den kalten Wintermonaten ohne Thermik von November bis März kann das HL-Luftschiff ganztägig eingesetzt werden.

dass ein HL-Luftschiff oft für Werbezwecke genutzt wird?
Aufgrund der riesen Werbefläche der Hülle und der begrenzten Geschwindigkeit bietet sich ein HL-Luftschiff als ideales Werbemittel an. Mit einem HL-Luftschiff am Himmel kann man sich der ungeteilten Aufmerksamkeit sicher sein und es gibt die Möglichkeit über eine Großveranstaltung oder den morgendlichen Berufsverkehr zu fliegen und in der Luft einfach stehen zu bleiben. Ein weiterer Vorteil ist, dass der Treibstoffverbrauch im Gegensatz zu einem Passagierflugzeug sehr gering ist.

Geplante Werbefläche an den Seiten und am Bauch

Geplante Werbefläche an den Seiten und am Bauch

Das TRIGEMA HL-Luftschiff

 

Wieso haben wir ein HL-Luftschiff in Auftrag gegeben?

Wieso gibt man ein HL-Luftschiff in Auftrag? Natürlich um Aufmerksamkeit zu erregen. Wir legen seit jeher viel Wert auf auffallende, aber exklusive Werbung. In vielen Bereichen, wie Flugzeug- oder Autobahnwerbung, haben wir schon Erfahrung, aber ein HL-Luftschiff ist mal etwas ganz Neues für uns. Bei einem Meeting erklärte uns Herr Smodis die Werbe- und damit die Einsatzmöglichkeiten eines HL-Luftschiffes. Mit bis zu 80 Einsätzen im Jahr konnten wir uns über die Werbewirksamkeit eines HL-Luftschiffes ein Bild machen; was dazu führte, dass wir uns zum Kauf entschlossen.

Entstehung unseres HL-Luftschiffes

Bei unserem HL-Luftschiff handelt es sich um ein sogenanntes „Prallluftschiff“. Prallluftschiffe werden am häufigsten gebaut und erhalten ihre Form durch einen Überdruck in der Hülle. Wie Sie bestimmt wissen, ist warme Luft leichter als kalte Luft und steigt deshalb nach oben. Das HL-Luftschiff wird zunächst mit kalter Luft vorgefüllt und anschließend ständig von einem Doppel-Propangasbrener erhitzt, bis es im Inneren eine Temperatur von circa 100 °C – 110 °C erreicht und somit leichter als die kalte Luft ist und aufsteigen kann. An der Hülle ist die Gondel, in der sich der Pilot und bis zu drei weiteren Personen sitzend aufhalten können.
Für die Hülle, die aus Nylongewebe besteht und die 100% Made in Germany hergestellt wird, werden etwa 2.800 m² Stoff benötigt. Die kleinen Rechtecke werden alle einzeln in Handarbeit von vier Näherinnen geschnitten und zusammengenäht, wofür Geübte etwa drei bis vier Monate brauchen.

Die zukünftige Gondel unseres Luftschiffes

Die zukünftige Gondel unseres Luftschiffes

Leider läuft nicht immer alles wie geplant, wodurch es zu einer verspäteten Zulassung gekommen ist. Der ursprüngliche Termin war für April vorgesehen. Diese Einschätzung beruhte auf Erfahrungen der bisherigen gelieferten Luftschiffhüllen und war mit dem Hersteller abgesprochen.
Die Firma GEFA Flug, der Entwicklungsbetrieb und weltweit einzige Hersteller dieser HL-Luftschiffe, die bis 2016 die Hüllen gebaut hat, gibt es seit August 2015 nicht mehr.
Die Firma, die die Luftschiffhüllen nun baut, ist die „GEO die Luftwerker“ in Lübeck. „Geo die Luftwerker“ ist auch der Wartungsbetrieb, der nötige Wartungen und Reparaturen ausführen darf. Zu einer Verzögerung führten Abweichungen in der Farbe des Stoffes. Dieser musste in Teilen neu bestellt werden und stand wegen unserer individuellen Bestellung erst mit verspätetem Liefertermin zur Verfügung.
Der Transfer von Knowhow und die geänderten Produktionsabläufe brauchen auch noch ein wenig Zeit, trotzdem ist der neu angesetzte Fertigungstermin unseres HL-Luftschiffes nun Mai 2016. Nach erfolgreichen Erprobungsflügen ist es voll einsatzfähig für unsere Werbezwecke.

Die Luftschiffhülle nimmt langsam form an

Die Luftschiffhülle nimmt langsam form an

Lebenszeit des TRIGEMA HL-Luftschiffes

Wir bekommen unsere Luftschiffhülle mit 0 Stunden ausgeliefert, das bedeutet, sie ist nach unseren Designangaben gefertigt, ganz neu und ungebraucht. Ein HL-Luftschiff fliegt in seiner Lebenszeit etwa 500 – 600 Flugstunden; in Einsatztagen könnte man etwa von 300 – 400 Tagen bei einer Nutzung von ca. 1,5 Stunden pro Tag sprechen.
Aufgrund von thermischer Belastung, UV-Strahlung und Materialermüdung lässt nach einer gewissen Zeit die Tragkraft nach und der Stoff muss stellenweise erneuert werden. Da ein HL-Luftschiff aber jedes Jahr zum TÜV muss, werden auffällige Stellen sofort erkannt und können direkt ausgebessert werden.

 

Technische Daten unseres HL-Luftschiffes

Technische Daten unseres Luftschiffes

Technische Daten unseres Luftschiffes

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