Ein „Klick“ hinter die Kulissen

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte – wie wahr, wie wahr! Das gilt natürlich auch für uns hier bei TRIGEMA, sowohl im Katalog als auch im Online-Shop. Wir könnten ein T-Shirt vermutlich mit tausend Worten beschreiben und erklären, eine ganze Geschichte drumherum erzählen – man hätte vielleicht eine grobe Vorstellung davon. Trotzdem hätte jeder etwas anderes vor dem inneren Auge. Aber ein Bild reicht! Farbe, Form, Druck – jetzt sehen alle das Gleiche. Und weil wir uns mit EINEM Bild nicht zufriedengeben, sondern unsere Artikel von allen Seiten in allen Facetten im besten Licht präsentieren wollen, stellen wir für jede Saison eine ganze Reihe neuer Bilder her. Für den Online-Shop, für den Katalog, Prospekte, Plakate – und noch ganz viele unterschiedliche Zwecke um Ihnen unsere Neuheiten und auch die Klassiker schön und ansprechend zu präsentieren.

Ein Tag im hauseigenen Foto-Studio beim Fashion-Shooting

Sobald die neue Kollektion steht und die Kleidungsstücke als echte Unikate aus der Design- und Musterabteilung kommen, geht die Planung für die Fotografie los. Dazu gehört z.B. das Buchen der Models, die ja ein paar Kriterien erfüllen müssen, das Engagieren des Fotografen und Assistenten, die für die Online-Fotografie eigens ins hauseigene Foto-Studio kommen. Termine werden festgelegt, es wird geplant, getaktet und organisiert. In den meisten Fällen ist auch eine Visagistin vor Ort, die sich um Haare und Make-Up kümmert und dafür sorgt, dass alles sitzt.
Kleiderstangen werden bestückt, Kombinationen festgelegt – welches Model zieht welche Sachen an – Teile werden gebügelt und einmal durch die ganze Firma gekarrt bis alles an Ort und Stelle ist und es losgehen kann.

Die hergerichtete Kleiderstange für das Fashion-Shooting mit T-Shirts, Poloshirts und Hosen.

Die Kleidungsstücke bereit für das Fashion-Shooting.

7:30 Uhr:
Das Team der Werbeabteilung steht parat. Das Foto-Studio wird belebt. Licht und Technik hat Fotograf Roland Hutzenlaub (aus Reutlingen) am Vortag schon gebracht und aufgebaut. Wir haben natürlich schon einiges an Technik vor Ort, aber das reicht eben nicht für alle Zwecke.

7:45 Uhr:
Roland und sein Assistent Julian stehen vor der Türe. Julian kümmert sich als Foto-Assistent hauptsächlich um den digitalen Teil der Arbeit. Bildübertragung, Check der Daten, PC-Aufbereitung und einen reibungslosen Ablauf.

Unsere Fotografen beim Fashion-Shooting

8:00 Uhr:
Unser heutiges Damen-Model Adrienne kommt an, keine 2 Minuten später stehen auch Herren-Model Thorsten und Visagistin Kerstin auf der Matte! Die Begrüßung fällt allerseits sehr herzlich aus – man kennt sich von anderen Jobs, anderen Aufträgen. Heute sind alle ein eingespieltes und verschworenes Team, alle waren schon einmal da!

8:15 Uhr:
Ein kurzer Kaffee, Brötchen (LKSBG – Laugen-Käse-Salami-Butter-Gurke J), Neuigkeiten ausgetauscht – dann legt Kerstin mit dem Styling los. Wir fragen uns alle warum sie einen Laubbläser in ihrem gefühlt 300 Kilo schweren Styling-Koffer mit sich trägt. Thorsten probiert den NATÜRLICH gleich aus! Der Mann ist beim Styling meistens zuerst an der Reihe, weil es schneller geht und er dann gleich loslegen kann.

8:35 Uhr:
Haare & Make-Up sitzen, Adrienne auf den Stuhl, Thorsten in die Umkleidekabine. Heute haben wir sehr viele Basics zum Ablichten. Also T-Shirts, Poloshirts, Sweatshirts etc. Also erstes Teil anziehen und ab ans Set, wo Roland und Julian schon alles startklar gemacht haben. Licht an, Kamera aufs Stativ, Rechner hochgefahren und den Kringel auf den Boden gemalt – bei uns ist es eben ein Kreis und kein Kreuz auf dem sich die Models bewegen dürfen.

Fashion Shooting

Für diese Art der „Produktfotografie am Model“ steht an erster Stelle die richtige Darstellung der Kleidung. Das heißt, die Einstellung an Licht und Kamera erfordert nur geringe Veränderungen von Teil zu Teil, die Models haben die meiste Arbeit. Sie dürfen ungefähr den Radius eines Bierdeckels nutzen um sich zu bewegen, verschiedene Positionen, vorne, hinten, und dabei immer freundlich gucken. So entstehen pro Stück ungefähr 20-30 Einzelbilder. Manchmal etwas mehr, manchmal etwas weniger.

9:15 Uhr:
Adrienne darf den Masken-Stuhl auch endlich verlassen. Kerstin hat ganze Arbeit geleistet. Jetzt geht es weiter im Wechsel, wie im Akkord. Die Blitzanlage steht kaum noch still. Zwischendurch immer wieder abpudern, Haare richten, tupfen… Und wir laufen, zupfen, richten Kleider her, räumen den beiden hinterher wenn sie „Häufchen“ hinterlassen, wieder Falten wegziehen, nochmal umziehen, die Hose passt doch nicht dazu und eh man sich´s versieht ist es…

11:30 Uhr:
Die Mittagspause ist greifbar nahe! Und wir sorgen für das leibliche Wohl unseres Teams. Wir kochen nämlich selbst. Besser gesagt, einer kocht meist zu Hause in rauen Mengen vor um die hungrige Meute am nächsten Tag satt zu bekommen. Heute sind es klassische Spaghetti Bolognese und für unsere Vegetarierin Adrienne haben wir lecker Pesto besorgt.

So gestärkt und mit neuen Kräften geht es in den Nachmittag, der ähnlich abläuft wie der Morgen. Unser großartiges Team schafft heute ein riesiges Pensum. Wir können richtig zufrieden sein.

Hinter der Kamera beim Fashion Fotoshooting

17:30 Uhr:
Am Ende des Tages sind die Kleiderständer leer, die „Fertig-Kleiderstange“ voll, die Daten übertragen und gesichert und das Team ziemlich erledigt. Um nicht zu sagen, wir sind alle platt wie Schnitzel!

So eine Reihe an Fashion-Shooting-Tagen findet immer wieder statt, oft sind es 2-3 Tage am Stück, damit viel erledigt werden kann und nicht nochmal von vorne angefangen werden muss. Im Nachgang werden jetzt von uns in der Werbeabteilung alle Bilder gesichtet, sortiert und Auswahlen getroffen. Und es sind tausende! Von jedem Teil werden eine Front- und eine Rückansicht ausgesucht und zur weiteren Verarbeitung vorbereitet. Das bedeutet, dass jedes Foto zunächst einmal seine korrekte Bezeichnung erhält, Artikelnummer, Farbnummer, Saisonbezeichnung – eine richtige Fummelarbeit, die viel Konzentration erfordert. Stimmt eine Nummer nicht, hat das gravierende Folgen. Bilder werden z.B. nicht im Shop angezeigt, oder von der Datenbank erst gar nicht erfasst.
Anschließend wird der Datensatz zu unserer Repro-Agentur übertragen, die einen großen Teil der Retusche-Arbeiten übernimmt. Selbst dieser Schritt bleibt bei uns in Deutschland, unsere Partner-Agentur hat ihren Sitz in Stuttgart! Ein bisschen Hautretusche, sehr wichtige Farbkorrekturen, ein paar Anpassungen an den Kleidungsstücken und natürlich das Freistellen der Personen vom Hintergrund. Natürlich könnten wir die Bilder auch unretuschiert belassen, aber wir produzieren Qualitätsware und wollen diese Qualität auch in der Darstellung nach außen hin zeigen! Das heißt NICHT, dass bei unseren Bildern geschummelt wird, es sind immer noch echte Menschen, mit Ecken und Kanten und das wird auch so bleiben.
Sobald wir die Bilder von der Bearbeitung zurück erhalten, durchlaufen sie abermals eine Qualitätsprüfung bevor sie zum Upload in den Online-Shop in die Datenbank eingespeist werden.

Fashion Shooting: Bildauswahl im Lightroom

Wenn Sie also das nächste Mal mit kritischen Blicken durch den Shop wischen, verweilen Sie einen Moment und verfolgen Sie im Geiste die kleine Entstehungsreise des so unscheinbaren Fotos, das Sie gerade betrachten.

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Pin It on Pinterest