Das alte Jahr neigt sich dem Ende zu und überall auf der Welt kommen Jung und Alt zusammen, um gemeinsam das neue Jahr zu begrüßen. Wieder stellt sich bei vielen die Frage: Wie wird mein Silvester zu einem unvergesslichen Erlebnis?
Auch in unserer Betriebsfamilie wird fleißig diskutiert, wie wir den Jahreswechsel verbringen werden. Im Zuge dessen sind wir auf viele interessante Fakten zu dem Thema Silvester gestoßen, die wir Ihnen natürlich nicht vorenthalten wollen. Vielleicht findet der eine oder andere Leser dabei einen Funken Inspiration für das kommende Silvester.

Daheim ist daheim – Silvester in Deutschland

Die letzte Nacht im Jahr hat es in Deutschland in sich: Mit möglichst viel Krach und Lärm feiern die Menschen überall in  der Bundesrepublik in das neue Jahr. Pünktlich um Mitternacht werden Feuerwerkskörper, Böller und Co. abgefeuert, um laut germanischem Brauch böse Geister zu verjagen. Außerdem soll das prunkvolle Spektakel am Himmel der Vorfreude auf das neue Jahr einen besonderen Ausdruck verleihen. Wie bekannt diese Tradition ist, zeigt der Boom der Umsätze in den drei gesetzlich erlaubten Verkaufstagen (29. – 31.12.) von Feuerwerkskörpern: 113 Mio. € geben die Deutschen für ihr Feuerwerk an Silvester aus.
Auch der Frage, warum an Silvester das Telefonnetz jedes Jahr aufs Neue zusammenbricht, sind wir auf die Schliche gekommen: Studien zufolge richten 71 % der Deutschen ihre Neujahreswünsche um 12 Uhr telefonisch aus und gleichzeitig werden bis zu 310 Mio. SMS in der Neujahrsnacht versendet. Bei dieser Masse macht auch das beste Netz schlapp.

An Silvester wird fleißig telefoniert

An Silvester wird fleißig telefoniert

 

Während ab Mitternacht die meisten der Deutschen derselben Feuerwerks-Tradition nachgehen, starten sie dafür umso unterschiedlicher in den Abend an Silvester: Für viele ist es beispielsweise ein Muss den Silvesterabend mit der Ausstrahlung des englischen Kult-Klassikers „Dinner for One“ zu beginnen. Als Alternative dazu verfolgen auch einige die Neujahrsansprache des Bundeskanzlers. Zu Essen gibt es bei den Deutschen typischerweise Raclette oder Fondue an Silvester. Im Anschluss dazu versuchen etliche zum Jahresausklang Prognosen für das neue Jahr durch traditionelles Bleigießen zu erhalten.
Egal wie vielfältig, kreativ oder klassisch Ihre Silvestertraditionen sind, das Wichtigste ist zuletzt bei allen, dass sie den Jahreswechsel im Kreise ihrer Liebsten, Freunde und Familie verbringen.

Nicht daheim, aber doch zuhause – Silvester bei den Nachbarn

Andere Länder, andere Sitten. Wer sich für einen Kurztripp über Silvester in eines unserer Nachbarländer entscheidet, sollte sich vorher darüber informieren, wie in diesem Land die Jahreswende gefeiert wird, ansonsten könnte man etwas überrascht werden.
Auch wir haben uns für Sie informiert, mit welchen Methoden bei unseren Nachbarn möglichst viel Glück für das neue Jahr eingefangen werden soll:
In Polen fällt Silvester relativ entspannt aus; am 31. Dezember darf auf keinen Fall geputzt werden. Das verscheucht das Glück. Außerdem werden um Mitternacht alle Fenster und Türen im Haus geöffnet, um den guten Geistern Einlass zu gewähren. Zusätzlich sagt man dort, wenn Single-Damen auf der Suche nach einem Mann zum Jahreswechsel Mohn in einen Schuh streuen, werden zahlreiche Verehrer folgen. Je nach Anzahl der Mohnkörner werden sich dementsprechend viele Verehrer das Jahr über finden lassen.

Auf der Suche nach der Liebe

Auf der Suche nach der Liebe

Silvester mit Höhenflug: Die Dänen springen um 12 Uhr in das neue Jahr. Nach einer genau vorgegebenen Choreographie springen sie mit dem letzten Glockenschlag von einem Stuhl. Zuvor haben sie mit Freunden der Ansprache der Königin gelauscht und danach gemeinsam sich das traditionelle Silvestergericht Stockfisch oder Dorsch schmecken lassen. Zum traditionellen Gericht wird Aquavit gereicht, ein Branntwein, der mit Kümmel aromatisiert ist.
Sehr liebevolle Bräuche zu Silvester findet man in Belgien und in Frankreich: Um Mitternacht gibt man allen lieben Menschen drei Küsschen und wünscht ihnen viel Glück für das neue Jahr. Wer in Frankreich jedoch eine riesen Fete zu Silvester erwartet, wartet vergebens darauf. Viele Franzosen treffen sich lediglich mit Freunden und Verwandten zum Abendessen. Stilvoll mit Champagner, Stopfleber oder Austern und ohne Raketen oder Böller wird dort der Jahresausklang genossen.
Was wäre Österreich ohne den Wiener Walzer? Auch an Silvester spielt der klassische Tanz die wichtigste Rolle. Egal ob in der Disco, zu Hause oder am Stephansdom, überall heißt es pünktlich um Mitternacht: „Darf ich bitten?“ und ein Land wiegt sich zum Straus’schen Donauwalzer im Dreivierteltakt.

Was wird wohl das neue Jahr mit sich bringen?

Was wird wohl das neue Jahr mit sich bringen?

Sehr vorausschauend orakeln die Tschechen zu Silvester mit Äpfeln. Nach dem Halbieren eines Apfels verrät das Kerngehäuse das Schicksal desjenigen. Je nach Anordnung der Apfelkerne droht Unheil oder verheißt es Glück für das neue Jahr. Außerdem soll ein Mitternachtsessen mit Linsen nach tschechischer Tradition finanziellen Erfolg versprechen. Diese Tradition der Linsengerichte lässt sich übrigens auch in den südlichen Teilen der USA wieder finden.

Linsen als Symbol für Erfolg und Geld.

Linsen als Symbol für Erfolg und Geld.

Außerdem an Silvester

Nicht nur bei uns und bei unseren Nachbarn wird Silvester gefeiert, auch andere Länder gehen an diesem Abend den verschiedensten Traditionen und Bräuchen nach.
Für viele Länder spielen bestimmte Farben eine große Rolle an Silvester. So ist es in Italien „Pflicht“, rote Unterwäsche zu tragen, wenn man sich im neuen Jahr über Glück und Erfolg erfreuen möchte. Auch die Mexikaner tragen der Liebe wegen rote oder des Geldes wegen gelbe Unterwäsche. In Argentinien hingegen trägt Frau an Silvester darunter am liebsten pink.

Auch darunter für Silvester gerüstet sein

Auch darunter für Silvester gerüstet sein

Ganz getreu dem Motto „Du bist, was du isst.“ legen die Spanier am Jahreswechsel auf die Kost besonderen Wert: Weintrauben sollen nach spanischer Überlieferung Glück bringen. Es reicht aber nicht aus, eine Traube zu essen. Sondern es wird zu jedem Glockenschlag eine Traube zu sich genommen und gleichzeitig etwas gewünscht. Vorsicht ist aber hierbei geboten: Sollte man sich dabei verschlucken oder beim Turbo-Wünschen durcheinander kommen, droht Unheil im neuen Jahr.

"Du bist was du isst."

„Du bist was du isst.“

Die wohl skurrilste Tradition haben wir in Bulgarien entdeckt: Mit Schlägen auf den Rücken, die Gesundheit und Reichtum bringen sollen, startet man dort ins neue Jahr. Für diesen ungewöhnlichen Neujahrsbrauch wird nicht irgendeine Rute verwendet, sondern es muss ein Ast des Kornelkirschbaums sein. Bunt geschmückt wird er zu einer „Surwatschka“.
Das längste Fest an Silvester haben aber vermutlich die Griechen. Hier ist es Brauch, um sein Glück zu spielen. Karten- und Würfelspiele zu Hause mit Freunden, Verwandten und Familie stehen dabei genauso hoch im Kurs wie ein Besuch im Casino. Das gesellige Neujahrs-Zocken beginnt bereits am Abend des 31. Dezembers und endet oft erst zum Sonnenaufgang am 1. Januar. Die Spiellänge ist leicht nachzuvollziehen. Denn wer gewinnt, soll das ganze Jahr über Glück haben. Und wer verliert, kann trotz der Niederlage auf Glück hoffen – auf Glück in der Liebe.

"Glück im Spiel - Pech in der Liebe"

„Glück im Spiel – Pech in der Liebe“

Letztendlich feiert jeder Silvester. Angefangen in der zentralpazifischen Gegend, die 13 Stunden vor uns als erste das neue Jahr begrüßen, bis hin nach Hawaii, die 11 Stunden nach uns und somit als letzte Region in das neue Jahr starten. Und alle feiern sie auf ihre eigene Art und Weise. Als gemeinsamen Nenner lässt sich jedoch überall das Erstreben nach Glück und Erfolg im folgenden Jahr finden. In diesem Sinne wünschen auch wir Ihnen eine bezaubernde Silvesterparty, einen guten Rutsch in das neue Jahr und anschließend einen guten, erfolgreichen, gesunden Start ins Jahr 2016.

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