Unter welchen Bedingungen wird ein T-Shirt produziert? Wir können Ihnen genau erzählen, wie die T-Shirt Herstellung bei uns in Burladingen abläuft, aber leider nur erahnen was im Ausland vor sich geht. Daher haben wir für Sie ein wenig recherchiert und sind auf folgende Punkte gestoßen:

Arbeitsbedingungen

Bei uns steht soziale Verantwortung, sowie die Gesundheit unserer Mitarbeiter und die Umwelt an oberster Stelle. Niemand arbeitet bei uns länger als die zulässige Höchstanzahl an Stunden und selbstverständlich mit genügenden Pausen dazwischen und ganz wichtig, jeder kann von seinem Gehalt leben. Selbstverständlich halten wir uns an die tariflichen Vorgaben der Textilindustrie. Auch wird der Brandschutz bei uns immer wieder neu gepürft und es hängen genug Feuerlöscher und Notausgangschilder an allen erdenklichen Orten, um im Ernstfall darauf zurückgreifen zu können. Falls dieser Ernstfall eintreten sollte, ist bei uns alles offen zugänglich, damit sich alle Beschäftigten schnellstmöglich in Sicherheit bringen können.
Das sieht in Bangladesch beispielsweise ganz anders aus. Laut Berichten und Dokumentationen sind bis zu 12 – 14 Stunden-Schichten keine Seltenheit in vertraglosen Arbeitsverhältnissen. Ab und an sogar noch zusätzlich eine Nachtschicht, sodass es gerade noch für wenige Stunden Schlaf reicht. Die Menschen arbeiten unter lebensgefährlichen Bedingungen (Einsturzgefahr) für einen Hungerslohn. Viele Berichte sprechen auch davon, dass Löhne erst sehr spät gezahlt werden oder nicht in voller Höhe. Ebenso sieht es mit Überstunden aus, die gar nicht oder nicht korrekt abgerechnet werden. Ein erschreckender Fall in einer Fabrik zeigt, dass Türen oder Fenster mit Metallstangen verriegelt werden, um Diebstahl zu verhindern. Das es dadurch zu einer Katastrophe im Brandfall kommt, war vielen Fabrikbetreibern nicht klar oder ganz einfach egal. Brandschutz allgemein ist selten verbreitet bis gar nicht vorhanden. Erst nach den letzten Vorfällen fangen produzierende Modeketten an, gewöhnliche Standards zu überprüfen und zu verbessern.

Gesundheit

Die Gesundheit unserer Mitarbeiter wird in allen möglichen Bereichen so gut wie möglich geschützt. Schutzkleidung wird bereitgestellt, auf giftige Chemikalien wird verzichtet, Pausen werden fest vorgegeben und eingehalten und bevor man eine Maschine bedienen darf, wird man ordentlich eingelernt und über die Risiken aufgeklärt.
Im Asiatischen Raum wird darauf nur bedingt Rücksicht genommen. Viele Menschen sieht man ungeschützt in Färbebehälter stehen oder sogar das bei uns in Deutschland verbotene Sandstrahl-Verfahren anwendend.
Außerdem werden erschreckend viele Chemikalien verwendet, rund 7.000 schätzen Wissenschaftler, die teilweise hormonell wirksam oder sogar krebserregen sind. Darunter fällt der AZO-Farbstoff, der zwar in Deutschland verboten ist aber in Indien dennoch eingesetzt wird.
Ohne Rücksicht auf die Arbeiter dort oder die Endverbraucher hier in Deutschland.

 

Umweltschutz

Nicht umsonst wird die Textilbranche von der Frankfurter Rundschau „Ökologische Sünderbranche genannt“. Bei TRIGEMA hat Umweltschutz einen hohen Stellenwert. Wir arbeiten ausschließlich mit der neusten Technik und verfügen über hochmoderne wasser- und energiesparende Anlagen. Gleichzeitig investieren wir kontinuierlich in die Verbesserung und Optimierung unserer Produktionsabläufe, besonders hinsichtlich der Aufbereitung von Abwässern. In unserem Hauptwerk in Burladingen produzieren wir mit zwei Gasturbinen und zwei BHKW unseren gesamten Strombedarf selbst. Die maximale Produktionsmöglichkeit beträgt 200kW/Stunde. Das Thema erneuerbare Energie ist hierbei auch von großer Bedeutung für TRIGEMA. Auf einer Fläche von insgesamt 10.000m² produzieren wir seit 2007 Solarstrom, der in das Netz eingespeist wird, beziehungsweise zum Teil selbst genutzt wird.

Nicht aber im Ausland: angefangen bei dem hohen Wasserverbrauch auf Baumwollfeldern, sowie eingesetzten Pestiziden und Düngemitteln. Auch die CO2-Freisetzung ist immens, da mehrere tausend Kilometer Transport durch die ganze Welt zurückgelegt werden müssen, bis ein T-Shirt schlussendlich bei dem Endverbraucher ankommt. Weiter geht es bei den giftigen Chemikalien, die sich in den Farbmitteln befinden und sehr schwer abbaubar in biologischen Kläranlagen sind. Das wiederum führt zu Trink- und Grundwasserverschmutzung und nicht nur dort am Produktionsstandort, auch hier. Schließlich werden die Chemikalien in der Kleidung durch unserer Waschmaschinen auch direkt in unsere Flüsse und Seen transportiert. Auf Deponien, auf denen ausgediente Kleidung liegt, entweichen Schadstoffe ins Grundwasser. Selbst in Pflanzen und Tieren  wurden Schadstoffe nachgewiesen. Ein Kreislauf aus dem man so einfach nicht mehr herauskommt.

T-Shirts und Kleider aus unserer Change Kollektion

T-Shirts und Kleider aus unserer Change Kollektion

Bei TRIGEMA hingegen wird diese Ausbeutung der Natur vermieden. Nicht umsonst haben wir das Cradle-to-Cradle Prinzip eingeführt, welches an das System der Natur angelehnt ist. Es basiert auf geschlossenen Kreisläufen, die keine Abfälle erzeugen und wertvolle Rohstoffe für uns und zukünftige Generationen erhalten. Kurz: Ressourcen werden gebraucht und nicht verbraucht. Unsere TRIGEMA Change Kollektion basiert genau auf diesem System, gesunde und umweltfreundliche Bekleidung zu produzieren. Für die Produktion wird ausschließlich GOTS zertifizierte BIO-Baumwolle, sowie speziell Cradle-to-Cradle optimierte Farben verwendet.

Natürlich sagen viele Wissenschaftler, dass ein Wegfall der Textilindustrie im Asiatischen Raum einer Katastrophe ähneln würde. Man könne sich nicht zurückziehen und die Menschen ihrem Schicksal überlassen, durch die Textilindustrie wären immerhin viele Menschen von absoluter zu relativer Armut aufgestiegen. Schließlich wäre mancherorts der Mindestlohn von 38 Dollar auf 68 Dollar gestiegen und laut Fabriken vor Ort steigen die Sicherheitsvorkehrungen anscheinend immer mehr.
Aber eigentlich sollte ein solches Gesundheits- und Umweltgefährdendes Verhalten nicht noch unterstützt werden. Oder was halten Sie davon? Ist das eine Ausrede für unser Gewissen, weiterhin die Kleidung zu beziehen oder ist da vielleicht ein Funken Wahrheit dran?

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